A Fancy Compagnye – The Queen´s Humours

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

The Queen´s Humours…

Während des 16. Jahrhunderts erfährt die englische Musik einen nie dagewesenen Aufschwung, der seinen Höhepunkt im Consort-Repertoire des siebzehnten Jahrhunderts erreicht. Traditionelle englische Klangschönheit vereint sich hier kunstvoll mit berührender Melodik zu einem fantasievollen, freien Stil.

Was am Hof Heinrichs VIII als größter musikalischer Institution Europas begann, wird im friedlichen und wirtschaftlich stabilen „goldenen“ Zeitalter Elizabeths I bald zum Mittelpunkt einer blühenden Literatur- und Musikkultur – ein Magnet für Musiker des ganzen Kontinents (u.a. J. Dowland, W. Byrd, Th. Tallis, A. Ferrabosco, G. Bassano, J. Coperario, Th. Lupo, Ch. Tye, A. Holborne, W. Brade).

Das Consort, ein intimer Zusammenklang von bis zu sechs gleichwertigen Stimmen in der Tradition der Vokalpolyphonie, entspricht ganz der Ästhetik der englischen Spät-Renaissance und wird bald deren beliebteste Ausdrucksform.

Allumfassendes Thema der englischen Musik ist die Melancholie und deren Begleiter.

Unser Konzertprogramm „The Queen´s huours…“ zeigt diese Leidenschaft in verschiedenen Facetten: abgrundtiefe Traurigkeit, Sehnsucht, Hoffnung, aber auch Ausgelassenheit, die sich in übermütigen, bewegten Tänzen und Variationen äußert.

Diese Tänze entsprechen den zu Elizabethanischer Zeit modischen höfischen Tanzformen (Allemande, Courant, Pavane, Gagliarde) und tragen doch die persönliche Empfindung und Handschrift jedes Komponisten.

Biographisches

Die Mitglieder des Ensembles kommen aus Australien, Holland, Österreich und Deutschland, haben in Melbourne, Bremen, Köln, Wien und gemeinsam in Amsterdam studiert und treten als Kammermusiker und Solisten in verschiedensten Formationen im europäischen Raum auf.

Die gemeinsame Faszination an Renaissance Consort-Musik und deren Aufführung auf wertvollen nachgebauten Renaissance-Consort-Instrumenten führte zur Gründung des Ensembles und bildet dessen Repertoire-Schwerpunkt. Das Ensemble interessiert sich auch für zeitgenössische Kompositionen und kombinieren in ihren Konzert-Programmen alte und neue Musik.

Dabei sorgen über 20 verschiedene Renaissance-Blockflöten in hohen und tiefen Lagen und verschiedenste Besetzungen (solistisch, als Trio, Quartett und Quintett) für Spannung und Abwechslung.

Die Mitglieder der Fancy Compagnye konzertieren in ganz Europa, Amerika, Australien und Asien bei zahlreichen Festivals Alter und Neuer Musik .

Andreas Böhlen, Studium Blockflöte an der Hochschule für Künste in Bremen bei Ulrike Petritzki, sowie an der Hochschule für Musik Köln bei Günther Höller und Dorothee Oberlinger. Studium Blockflöte in Amsterdam bei Walter van Hauwe und Paul Leenhouts, sowie Jazz-Saxophon bei Jasper Blom, Dick Oatts und Ferdinand Povel.2007 Bachelorexamen mit Auszeichnung. 2008 Studium Musikwissenschaften in Bologna. Zur Zeit Master-Studium in Basel in historischer Improvisationspraxis und Jazzsaxophon.Mehrfacher 1. Preisträger bei Jugend musiziert, Jugend jazzt, den Internationalen Blockflötentagen Engelskirchen, beim Vriendenkrans Concours (Amsterdam) und dem Van Wassenaer Concours (Den Haag). Konzerte mit vielen Ensembles für alte und neue Musik in Deutschland, Italien, Österreich, Spanien, UK, Polen, Holland, Belgien, Frankreich, Japan, Australien und USA.
Radioaufnahmen beim NDR, Deutschlandfunk, 3FM Melbourne, ABC Classics (Australien). Gründer das Ensembles für zeitgenössische Musik „Alkitran“, Zusammenarbeit mit Komponisten (Uraufführungen und Widmungen)

Miako Klein, geboren in Münster, erste Ausbildung auf der Blockflöte bei Gudula Rosa, Studium Blockflöte mit Auszeichnung bei Paul Leenhouts am Conservatorium van Amsterdam, sowie Violine bei Lex Korff de Gidts. Miako lebt derzeit in Berlin.

Mehrfache 1. Bundespreisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, sowie bei den internationalen Blockflötenwettbewerben „SONBU“ in Utrecht/NL und in Engelskirchen. Auszeichnungen und Sonderpreise der Stadtsparkasse Köln, der Stadt Erlangen, der IRINO-Foundation Tokyo und des Zonta-Clubs Münster

Als Mitglied der Ensembles „Via Artis“und „The Royal Wind Music“ Konzerte in ganz Europa, Solistin u.a. bei den Mecklenburger Kammersolisten. Zusammenarbeit mit dem Trompeter Sava Stoianov (Ensemble Modern Frankfurt) und Jasper Stadhouders (e-gitarre) und Harald Ausbø (Cello) als Improviations-Trio, sowie mit zahlreichen Komponisten. Auftritte u.a. beim Nazomer-festival Zeeland, Suite-Muziekweek Amsterdam und den Klangwerktagen Hamburg. 2006 Einladung zum 8. Nachwuchsforum des Ensemble Modern in Frankfurt. Radioaufnahmen beim HR, DLF, WDR3 und Concertzender.

Eva Gemeinhardt, geboren in Rotthalmünster (Deutschland), Studium Blockflöte am Conservatorium Amsterdam bei Paul Leenhouts, 2010 Bachelorexamen mit Auszeichnung

Zahlreiche Förderungs-Preise (Nachwuchsförderpreis des Landkreises Passau 2005, Jugendmusikförderpreis 2006 der Stadt Passau, Preis der städtischen Musikschule Passau, Reinhard-Raffalt-Preis 2004/2005 des Musikalischen Vereins am Gymnasium Leopoldinum Passau, 2009 “Gerd Bucerius”- Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben) und Preisträgerin bei nationalen und internationalen Wettbewerben (Jugend musiziert, Blockflötentage Engelskirchen, SONBU Festival Utrecht), sowohl als Solistin (Blockflöte und Cembalo) und im Ensemble “Quadriga della Musica” (Gewinner des SONBU Wettbewerbs 2004)

Mitglied des Renaissance Doppel-Sextetts “The Royal Wind Music” mit Konzerten inganz Europa und den USA, sowie beim Quintett „Seldom Sene“ (Gewinner des „Concours International d’Ensembles de Flûte à bec 2009“) und Substitut beim „Quartet New Generation”. Aufnahmen bei Lindoro und Bayerischer Rundfunk.

Caroline Mayrhofer, geboren in Innsbruck, bereits am Musikgymnasium Innsbruck Blockflötenstudium bei Michael Oman am Bruckner-Konservatorium Linz, Studienaufenthalt in Florenz (Kunstgeschichte, Malerei und Violoncello), Studium Blockflöte an der Musikuniversität Wien bei Hans Maria Kneihs, sowie Violoncello bei Wolfgang Aichinger. 2001 Diplom Instrumentalpädagogik Blockflöte mit Auszeichnung, 2002 Diplom Instrumentalpädagogik Violoncello ebenfalls mit Auszeichnung. 2005 Magistra artium Konzertfach Blockflöte mit einstimmiger Auszeichnung, Stipendiatin beim Amherst-Early-Music-Festival (USA), ab 2006 Studium bei Walter van Hauwe am Conservatorium Amsterdam, 2008 Diplom cum laude, lebt seither in Italien.

Wiederholt Preisträgerin beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, 2012 Preisträgerin beim Internat. Wettbewerb für Interpreten zeitgen. Blockflötenmusik in Darmstadt/D. Zahlreiche Konzerte als Solistin und in Ensembles bei Festivals Alter und Neuer Musik in ganz Europa, Amerika und Asien, Mitwirkung bei CD- und Rundfunkproduktionen (RecRec, EMI digital, RAI), Mitgründerin der Ensembles Gesti Musicali, Wort.Klang, sowie Air-Borne, True Lobster, VOX, Boise (zeitgenössische und elektronische Musik)

Amy Power, geboren in Armidale (Australien). Musik-Bachelorexamen mit Auszeichnung an der University of Melbourne (Blockflöte bei Ruth Wilkinson), Llorna-Lloyd Green Stipendium. Nach ihrem Master 2002 Studium Blockflöte am Conservatorium Amsterdam bei Walter van Hauwe, sowie Barockoboe bei Alfredo Bernardini. 2009 Master der Barocken Blasinstrumente.

Aktive Karriere als Oboistin und Blockflötistin, Konzerte in ganz Europa u.a. mit dem European Union Baroque Orchestra, New Dutch Academy, Il Concerto Barocco, The Royal Wind Music und mit der selbst gegründeten Kammermusik-Formation Ensemble Garnier. Dozent beim Festival „Steps in Time“, Australien, bei der Orpheus chamber summer school for early music und im Early Music Studio, Melbourne. Amy lebt derzeit in Basel.